Freitag, 19. März 2010

Tag 10 in Irkutsk




Vero: Couchsurfen! Ich kann nur sagen: COUCHSURFEN. Natuerlich hab ich oesterreichisch-rechtzeitig mit Anfragen begonnen, eineinhalb Monate vor unserer Ankuft hier. Troepferlweise Antworten, und ich dachte, das wird nie was. Gestern wussten wir also noch nicht, wo wir heute bleiben wuerden. Dann ein kurzer Blick auf die Couchsurfing-Website, ploetzlich, einige Stunden vor dem eigentlichen Ankunftstag hat mir Anton doch noch geantwortet. Gleich mit Handynummer, ihr koennt gerne bei uns vorbei kommen. Ich schreib dem Paerchen eine sms, naja, es kann ja nicht schaden. Gleich antworten sie, einige Stunden spaeter holen uns herzige russische Studenten mit untypisch alternativen, bunten Strickmuetzen vom Busbahnhof ab. Und wir haben wieder ein zu Hause. Einfach so, also waeren wir schon immer Teil der Familie. Hegel, der Kater unsere Host-Philosophiestudentin Tata ist der einzige, der uns mit grossen Augen anschaut. Ps: Die Sachertorte kann Irkutsks "Wiener Cafe" noch ganz. Aber Julius Meinl Kaffee ist schon ganz gut :)

Peggy: Mit soviel alternativem Lebensstil in Russland haette ich echt nicht gerechnet, aber das macht Hoffnung ...
Ich muss doch wieder kurz erwaehnen, dass wir hervorragend chinesisch essen waren, in einer Kueche, wuerde ich sagen. Niemals zu finden fuer einen Touristen, und eigenlich sowieso inoffiziell - I LOVE IT

Donnerstag, 18. März 2010

Tag 9 in Ljiestwjanka am Baikalsee




Vero: Noch drei Minuten, dann ist die eine Stunden Internet um. Um 100 Rubel (2,5 Euro) haben wir heute ein mehr als halb so billiges Oertchen mit Kontakt zur Aussenwelt gefunden, als gestern. Es ist ueberraschend, wie schnell man sich an voellig wildfremden Orten einlebt, fast wieder zu Hause fuehlt. Ebenso in der Transsib: Eine Liege anderthalb Meter ueber dem ruckelnden Boden, ein kleines Fach fuer Habseeligkeiten - genug, um sich recht bald eingerichtet zu haben. Gestern tat dann die Stille vorm Einschlafen richtig in den Ohren weh. Und ich musste neben Peggy in unserem gemuetlichen Doppelbett so viel herumwurschteln, dass ich die Zugbewegungen irgendwie ausgeglichen hab, glaub ich. Lake Baikal ist AMAZING!!! Hast du Zeit, buche Reise nach Russland! Der Vodka ist billiger als Wasser - ehrlich. Und mit Horrorgeschichten koennen wir momentan leider noch mit keinen aufwarten.

Peggy: Ja, das Eis hat schon geknackt unter unseren Fuessen, aber wenn sogar Autos fahren, sollte es uns auch aushalten - ganz egal war es mir trotzdem nicht ...
Kulinarisch ist Russland zwar nicht der Hoehepunkt unserer Reise, aber der warme, frisch geraucherte Omul aus dem Baikal war super lecker, dazu Kaviar, Omulsalat und frisches Brot ... ja, es geht uns schon gut.
:-) und allen Tips zum Trotz ist es gerade trotz der Kaelte einfach wunderbar im Winter hier zu sein, der Sonnenschein, der eisige Wind und die gute Luft sind nach 4 Tagen im Zug einfach herrlich.

Donnerstag, 11. März 2010

Tag 2 in Moskau




Duerfen wir vorstellen: Olga, unsere gigantische 1. Couchsurfing-"Erfahrung". Unfreundliche Menschen, klirrende Kaelte und undurchdringliche Buerokratie hatten wir erwartet - ja, das mit der Buerokratie... aber sonst, die Fotos sagen mehr als Worte.

Dienstag, 9. März 2010

Tag 0 in Berlin Neukölln





Noch nie hatte ich einen so schönen Blick aus der Luft auf Wien. Als der Schatten meines Fliegers über Simmering zieht frage ich mich, ob der Opi vielleicht gerade nach oben schaut. Ein Blick über die Donau, ich suche den Steffl und stell mir vor, wie daneben in meinem alten Kinderzimmer meine Sachen sind. Schön, Heimat. Mit Schönbrunn von oben verabschiede ich mich von Wien. Eine zarte Schneedecke liegt in den Wäldern und eine gutmütige Sonne verbreitet auch in Berlin gute Laune. Auf der Karl-Marxer-Straße bin ich Touri unter lauter Einheimischen und zum Abendessen gibts Blunzn aus der berühmten Berliner Blutwurstmanufaktur. Bei Peggy und Carsten fühlt man sich (fast ;) zu Hause...